Ist eine Ukulele eine kleine Gitarre?Viele Musikfreunde, die gerne das Gitarre spielen erlernen möchten, überlegen, ob sie nicht mit einer Ukulele anfangen sollen. Schließlich heißt es, dass es leichter ist, die kleine Gitarre zu spielen, aber ist das wirklich so? Die Ukulele ist auf Hawaii so etwas wie ein Nationalinstrument, ähnlich wie der Dudelsack zu Schottland gehört. Dort ist sie sehr populär, aber wie sieht es in Europa aus? Tatsächlich gibt es viele, die zuerst Ukulele lernen und erst dann zur normalen Gitarre greifen.

Klein, aber vielseitig

Die Ukulele ist mehr als eine kleine Gitarre, sie ist vielmehr ein eigenständiges Instrument, was sich schon durch seine Größe von der Gitarre unterscheidet. Eine normale Ukulele ist bis zu 50 Prozent kleiner als eine Gitarre, allerdings variiert die Größe je nach Art der Ukulele und der Gitarre. Ukulelen werden als Sopran, Tenor, Konzert und Bariton Variante angeboten, die Gitarre gibt es als Western-, Konzert- oder E-Gitarre. Die kleine Ukulele ist mit 50 Zentimeter die Sopran-Ukulele, die Größte mit bis zu 80 Zentimeter die Bariton-Ukulele. Unterschiede gibt es auch bei der Anzahl der Saiten, von denen die kleine Gitarre vier und die große Gitarre sechs hat. Bei der Gitarre reichen die Saiten von tief bis hoch, bei der Ukulele fehlen die ganz tiefen Saiten, dafür ist die D-Saite eine Oktave höher.

Wie klingt die kleine Gitarre?

Wie eine die Gitarre klingt, hängt immer mit der Spielweise desjenigen zusammen, der das Instrument zum Klingen bringt. Es kommt außerdem auf die Spannung der Saiten an, ob sie eher locker oder eher fest gespannt sind. Eine Gitarre hat in der Regel fest gespannte Saiten, die einen helleren und höheren Ton erzeugen. Sind die Saiten zu fest gespannt, dann lässt sich das Instrument schwerer spielen. Bei einer Ukulele ist es anders, die Spannung der Saiten kann hier dreimal so hoch wie bei einer Gitarre sein. Ob die Ukulele leichter zu spielen ist als eine Gitarre, gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. Musiker, die beide Instrumente spielen, sagen allerdings übereinstimmend, dass Anfänger auf der Ukulele schnellere Fortschritte machen. Auch die Akkorde lassen sich einfacher greifen, beispielsweise der C-Dur Akkord. Wer diesen Akkord auf der Gitarre greifen will, braucht dazu drei Finger, bei der Ukulele nur einen.

Ideal für Kinder

Viele Kinder möchten gerne Gitarre spielen, geben aber vielfach schnell auf, weil sie mit dem Instrument nicht wie gewünscht zurechtkommen. Für den Anfang ist die Ukulele eine sehr gute Wahl. Sie ist günstiger in der Anschaffung als eine Gitarre, denn die kleinen Kinderhände können die Saiten besser greifen. Will der Nachwuchs später eine „echte“ Gitarre haben, dann ist der Umstieg nicht ganz so schwer.

Fazit zur Ukulele

Ob Gitarre oder Ukulele – beide Instrumente sind toll für alle, die gerne selbst Musik machen wollen. Beide Instrumente haben Vor- und Nachteile, aber für Anfänger ist die Ukulele die eindeutig bessere Wahl. Wer jedoch mehr Klangvolumen haben möchte, sollte sich für eine klassische Konzertgitarre entscheiden. Schneller zu erlernen ist das Spielen der Ukulele. Vor allem für Kinder ist dies sehr wichtig, denn sie brauchen ein möglichst schnelles Erfolgserlebnis, wenn sie ein Instrument erlernen wollen.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / leungchopan

Tobias

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